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In Dankbarkeit ...

 Es gibt drei Hunde, mit denen ich mein Leben und mein Zuhause bisher teilen durfte:

Biggi - unser "Nur mal gucken"-Hund aus dem Bückeburger Tierheim.

Charly - unser "zweiter Mann im Haus" aus dem Tierheim Minden.

Lilli - mein erster eigener, und mein "Seelenhund" aus dem Tierheim Vlotho.

 

 

Drei Hunde, wie sie unterschiedlicher nicht hätten sein können.

Drei Individuen, die mir - jeder auf seine Weise - so viel über Hunde beigebracht haben.

 Drei Pfötchen, die ihre Spuren auf meinem Herzen hinterlassen haben.


Ich danke euch für alles - und weiß, dass wir uns irgendwann wiedersehen!

 

Biggi  -  1976-1990

Schon als Kleinkind wünschte ich mir nichts sehnlicher als einen Hund - und als ich vier Jahre alt war, wuselte sich ein kleiner Welpe namens Biggi in mein Leben. 

Unter dem Vorwand "nur mal gucken" zu wollen besuchten wir 1976 das Bückeburger Tierheim. Verlassen haben wir es mit einem Spitz-Schnauzer-???-Welpen auf dem Arm - also genau so, wie man sich NIEMALS einen Hund anschaffen sollte!! Auf der Fahrt nach Hause wurde noch schnell das nötige Zubehör gekauft, und während mein Vater noch immer betonte, dass er eigentlich total gegen einen Hund sei, knuddelte Mama selig den Hund und meine Schwester und ich saßen auf der Rückbank und waren die zwei glücklichsten und stolzesten Mädchen Bückeburgs ...   14 Jahre später mussten wir unter Tränen Abschied nehmen und Biggi über die Regenbogenbrücke gehen lassen.

Biggi, mein Mädchen, danke für die schönen Jahre mit dir. Einen geduldigeren und lieberen Hund konnte man sich als Kind nicht wünschen! Hast trotz Verbot in unseren Betten geschlafen, bist mit uns "Spürhund" spielend durch den Wald gestiefelt - hast einfach allen Blödsinn mitgemacht. Wie oft hast du mir die Tränen aus dem Gesicht geleckt, wenn mich mal wieder niemand verstanden hat ... Du warst immer für mich da!

Kleine Maus, wir haben dich so geliebt. Verzeih uns unsere Unerfahrenheit - vieles haben wir einfach nicht besser gewusst ...

"Wer nie einen Hund gehabt hat, weiß nicht, was Lieben und Geliebtwerden  heißt."   (Arthur Schopenhauer)

 

Charly  -  1991-2008

Nach Biggis Tod haben wir es nicht lange ohne Hund ausgehalten. Um genau zu sein, keine 2 Monate... Nach kurzer Suche fanden wir "unseren Jungen" im Mindener Tierheim. In null komma nix hatte uns dieser hübsche, grad mal 8 Wochen alte Kerl ums Pfötchen gewickelt - so geschickt, dass uns noch nicht einmal seine explosive "Cocker-Dackel-Mischung" abschreckte ...

Charly wurde zum "Kronprinz", teilte sich mit seinem geliebten Herrchen die Rudelführung und ließ uns Frauen der Familie mehr als einmal "strammstehen"... Kurz: Er hatte uns alle sehr schnell sehr gut im Griff. Er war halt ein echter Kerl: Balljunkie, ausdauernder Läufer, guter Schwimmer, Steinesucher, Draufgänger und kleine Fressmaschine. Stolz, eigensinnig, selbstbewusst und der treueste Begleiter, den man sich vorstellen kann.   Mit fast 17 Jahren, fast blind und taub, geplagt von Spondylose und Altersdemenz, mussten wir Charly schweren Herzens gehen lassen.

Charly, mein alter Lumpenhund, du hast es mir oft wirklich nicht leicht gemacht. Immer wieder hatten wir unsere Machtkämpfe - und immer wieder hast du gewonnen. Du hast mir gezeigt, dass man sich die Liebe eines Hundes verdienen und erarbeiten muss. Dafür danke ich dir! Nie werde ich vergessen, was du mir in den letzten "zweisamen" Stunden an deinem Körbchen mit auf den Weg gegeben hast - ich habe es erst später so richtig verstanden ...

Ich vermisse dich, Junge, und bin sicher, dass da, wo du jetzt bist, bestimmt wieder alle nach deiner Pfeife tanzen ...

"Wenn sich im Paradies eine Menschenseele und eine Hundeseele begegnen, muss sich die Menschenseele vor der Hundeseele verneigen."   (sibirisches Sprichwort)

Lilli  -  1998-2006

Mein kleines Herz ... 1998 ging endlich mein sehnlichster Wunsch in Erfüllung: der Wunsch nach einem eigenen Hund!. 

Im August 1998 fand ich meine Lilli im Tierheim Eichenhof in Vlotho. Sie war eine von vielen verwahrlosten Welpen, die bei einem sogenannten Vermehrer beschlagnahmt wurden. Dieser "züchtete" in seinem Keller Terrier aller Art, Zwergspitze und Pudel. Die Kleinen kannten bei ihrer Ankunft im Tierheim nur die Transportboxen in denen sie seit ihrer Geburt gehalten wurden.

Es war die berühmte "Liebe auf den ersten Blick" - ich sah dieses kleine schwarze Wollknäuel und wusste: Das ist er! Mein erster eigener Hund! Der oder keiner! Am liebsten hätte ich das kleine Pudelmädchen sofort mitgenommen, doch noch befanden sich alle vierzig Tiere im Besitz des "Züchters". Zwei lange Monate dauerte es, bis der Mann verurteilt wurde und das Tierheim die Welpen vermitteln durfte. So verbrachte Lilli zwei Monate im Tierheim, wo man sie bereits an ihren neuen Namen gewöhnte und sie mit Halsband und Leine vertraut machte. Mit 14 Wochen konnte ich sie endlich zu mir nach Hause holen.

Die kleine Maus war trotz der intensiven Pflege im Tierheim in einem schlimmen Zustand. Es dauerte noch Wochen, bis sie von allen Würmern, Milben und Flöhen befreit war. Ein Nabelbruch musste behandelt werden und aufgrund der schlechten Haltung und Ernährung in den ersten Lebenswochen, hatte Lilli ihr Leben lang Probleme mit dem Magen. Immer ließ sie alle Behandlungen anstandslos über sich ergehen.  Es gibt nur ein Wort, das Lilli treffend beschreiben kann: LIEB! Sie war der absolute Anfängerhund - anhänglich, verschmust, intelligent, aktiv und verspielt. Sehr schnell war Lilli stubenrein, ging toll an der Leine und war freundlich und aufgeschlossen zu allen Zwei- und Vierbeinern. Selbst Menschen, die Pudel eigentlich "hässlich", "affig" oder "altmodisch" fanden, hat sie in Sekundenschnelle mit ihrem unnachahmlichen Charme eines besseren belehrt ... Lilli war immer bei mir, ob im Café, im Urlaub, zu Besuch bei Freunden ... - einen lustigeren und liebevolleren Hund konnte man sich nicht wünschen.

8 Jahre lang durfte ich mein Leben mit diesem wundervollen kleinen Hund teilen. Und im Wissen, dass Pudel oft 16 Jahre und älter werden können, habe ich mir auch nie Gedanken darüber gemacht, dass unser Zusammenleben einmal ein Ende haben könnte.  Der 7. Oktober 2006 wurde der traurigste Tag meines Lebens. Ohne jegliche Vorzeichen ging es Lilli an diesem Tag plötzlich sehr schlecht. Innerhalb weniger Stunden wurde ihr Zustand immer schlimmer. Sie wirkte apathisch und ihre Schleimhäute wurden kaum noch durchblutet. Nach mehreren Infusionen war sie zumindest wieder so stabil, dass sie geröngt werden konnte. Die Diagnose war niederschmetternd: ein etwa tennisballgroßer Tumor im Bauchraum war aufgeplatzt ... Es dauerte einige Zeit, bis ich begriff, dass mein kleines Mädchen in diesem Moment innerlich zu verbluten drohte. Meine Tierärztin nahm sofort eine Notoperation vor - und es gab wieder ein wenig Hoffnung, als sie feststellte, dass der Tumor an der Milz saß und so entfernt werden konnte.   Wenige Minuten später hörte das Herz meiner kleinen Lilli auf zu schlagen ...

Du fehlst mir so, mein kleiner Hase ... Nur an dich zu denken tut immer noch so weh. Ich habe mich so oft gefragt, warum wir nur so kurze Zeit miteinander verbringen durften ... Du warst immer für mich da. Vor allem in einer Zeit, in der es mir sehr schlecht ging, warst du mein Halt. Dafür danke ich dir.   Jemand hat mal zu mir gesagt, dass jeder Hund eine Aufgabe in seinem Leben hat und wenn diese erfüllt ist - dann geht er. Kein Hund hätte deine Aufgabe besser meistern können, Ich wünschte, du hättest bleiben können... Kleine Lilli, du bist für immer in meinem Herzen - ein Teil von mir ist mit dir gegangen. Ich hab dich lieb, Süße!

"Ein kleiner Hund - ein Herzschlag zu meinen Füßen."   (Edith Wharton)